Zwanzig Musiker aus Zentraleuropa, die ihre Musik an sich digital oder elektronisch produzieren, sind eingeladen die Herausforderung anzunehmen, beim [ANALOG]09 ohne elektrischen Strom zu spielen. Die einzige Bedingung für einen Auftritt ist, dass Ursache und Wirkung erkennbar sind. Wie kann das funktionieren? Grundsätzlich ist jedes Mittel recht den Sound analog zu interpretieren, solange kein Strom aus der Steckdose verwendet wird. Die Künstler haben jede Freiheit ihren individuellen Weg zu finden, egal ob akustische Versionen entwickelt werden, die örtliche Blasmusikkapelle oder der Kirchenchor den Auftritt lautstark unterstützt, Radfahrer die notwendige Elektrizität erzeugen oder eigens mechanische Klangmaschinen gebaut werden. Spannend wird es garantiert!
IDEE zu [ANALOG]
Obwohl von Energiequellen, wie Erdöl oder Windkraft, umgeben, ist das Steinberghaus nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Heidi Hu, eine Medienkünstlerin aus Wien, hatte bereits 2003 die Idee im Steinberghaus (?!?) ein Musikfestival zu versuchen, dass völlig auf die Verwendung von elektrischem Strom verzichtet. Ganz im Sinne es Klimawandels!
Unsere gewohnte Lebensumwelt funktioniert mit elektrischem Strom und fast alle unsere Tätigkeiten hängen von dieser Energieform ab. Die Zusammenhänge zwischen seiner Erzeugung und seinem Bezug aus der Steckdose sind nicht nachvollziehbar. Strom ist einfach da. Vielfach wurde schon vergessen wie einfach und effizient Funktionen auch ohne die Hilfe der Elektrizität erfüllt werden können. In den Zeiten des Klimawandels ist die Erinnerung an die eigentliche Einfachheit des Lebens nützlich.

Gleiches gilt auch für die Kunst, die immer mehr von elektrischer Energie abhängig ist. Ein direkter Zusammenhang zwischen gehürtem Klang oder dem gesehenem Bild und deren Entstehungen sind für den 'Konsumenten' oft nicht herzustellen. Auch die Information an sich hat ihre Form verändert und wird - in 'bites' verwandelt - rund um den Globus verschickt. Diese Digitalisierung unserer Wahrnehmung bringt aber auch einen Verlust an Qualität mit sich.

2008 haben eine Gruppe von Architekten und Musikern das Konzept zum Musikfestival [ANALOG]09 beim Viertelfestival NÖ - Weinviertel 2009 eingereicht. Das Projekt wurde zur Fürderung angenommen und findet heuer erstmals statt.

PROZESS
Zwanzig Musiker aus Zentraleuropa, die ihre Musik an sich digital oder elektronisch produzieren, sind eingeladen die Herausforderung anzunehmen, beim [ANALOG]09 ohne elektrischen Strom zu spielen. In den drei Wochen vor dem Festival haben die Künstler die Möglichkeit sich mit den akustischen Fähigkeiten von Bühne und Hof vertraut zu machen. In dieser Zeit sollen konkrete Wege entwickelt werden einen gelungenen Auftritt auf die Bühne zu bringen.
Die Möglichkeiten einen analogen Sound zu finden sind vielfältig: Die gemeinsame Herausforderung und die kreativen Atmosphäre dieses Workshops (?!?) provozieren natürlich auch Synergien und Zusammenarbeiten unter den Künstlern. Musik ist eine universelle Sprache!

DAS FESTIVAL [ANALOG]09
Von 31. Juli 2009 bis 2. August 2009 werden dann die garantiert interessanten Ergebnisse des Workshops einem garantiert gespannten Publikum präsentiert.

Abgerundet wird das musikalische Programm durch Ausstellungen bildender Künstler aus Österreich, Tschechien und der Slowakei. In unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände wird eine Campingmüglichkeit vorbereitet - WCs, Duschen und romantische Feuerstellen inklusive.

Camping

Das Campen ist von Mittwoch, 29. Juli bis Montag, 3. August 2009 möglich.
Der wunderschön gelegene Campingplatz, inklusive romantischer Feuerstellen, liegt in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände und ist grundsätzlich kostenlos.
Da wir großen Wert auf Nachhaltigkeit legen möchten wir unbedingt das, leider auf Festivals augenscheinliche, Müllproblem mittels einem Abfall-Pfandsystem in den Griff bekommen. Für einen Einsatz von Euro 10.- bekommst du einen Müllsack, wobei wir dir bei Rückgabe Euro 5,- rückerstatten - der Umwelt zuliebe!

Hotels und Pensionen im W1/4

In der näheren Umgebung des Festivals gibt es auch zahlreiche Unterkünfte in familiären Frühstückspensionen oder gemütlichen Hotels: Buchungen über www.weinviertel.at

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